Wie wollen wir leben? Unsere Antwort darauf…

Letztes Wochenende gehörten wir als Gartennetzwerk Potsdam zu den Bewohner*innen der Stadt für eine Nacht in der Schiffbauergasse. Das heißt, wir hatten unsere eigene kleine Hütte, in der man uns von Samstag 14h bis Sonntag 14h besuchen konnte.

Und es gab viele tolle Aktionen, die wir angeboten haben: von Baumbestimmungen, über Honigverkostung bis zur Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks und Kräutersalz, Kräuteröl und Ringelblumensalbe war für alle etwas dabei. Das Highlight war jedoch definitiv unser „grünes Auto“. Am Samstagnachmittag konnten alle Gäste mit uns ein altes Auto bemalen und besprayen und anschließend haben wir es zusammen bepflanzt.

Wir finden, das Ergebnis zeigt ganz klar, wie wir in Potsdam leben wollen: Unsere Stadt muss noch grüner und gemeinschaftlicher werden! Die bereits bestehenden urbanen Gemeinschaftgärten sind da auf jeden Fall schonmal ein guter Start 😉

Advertisements

Potsdamer Gartennetzwerk präsentiert sich in der „Stadt für eine Nacht“ in der Schiffbauergasse

Dieses Wochenende vom 16. bis 17. Juli 2016 (14 Uhr bis 14 Uhr) erwacht in der Schiffbauergasse in Potsdam wieder die Stadt für eine Nacht zum Leben. 24h Stunden lang gibt es Angebote, Präsentationen, Musik etc. unter dem Motto Wie wollen wir leben? Wir haben uns als Gartennetzwerk Potsdam um ein „Haus“ in der Stadt beworben und sind dabei:-) Denn zu dem Thema haben wir einiges zu sagen!

Folgende Aktionen sind für die lange Nacht geplant: Wir werden mit allen Besucher*innen ein altes Auto in einen blühenden, essbaren Garten verwandeln. Dazu gibt es kleine Workshops und Angebote bei uns im Gartenhaus, unter anderem zu den Themen Permakultur, Pflanzenmärchen, Bäume bestimmen, Samenbomben und vielem mehr…

Also, seid dabei!

www.schiffbauergasse.de/sfen/

thumb_IMG_8215_1024

Erster Honig aus wilden Waben

Im Frühjahr wachsen durch das reiche Angebot an Nektar und Pollen in der blühenden Natur die Bienenvölker sehr schnell. Geben wir Imker ihnen nicht rasch genug mehr Raum mit zusätzlichen Waben zum Bebrüten und Lagern von Honig und Pollen, schaffen sie sich schnell selbst mehr Platz. Was dabei entsteht nennt man Wildbau. Auf den Bildern unten ist sehr schön zu sehen, wie die Bienen auch ohne menschengemachte Vorgaben und Einschränkungen parallele Waben anlegen.

In den wilden Waben, die hier auf dem im Bienenstock eingehängten Schied angebracht wurden, befindet sich oft reichlich und herrlich frischer Honig. Bei dieser unverhofften ersten Ernte Anfang Juni handelte es sich um fast durchsichtigen Robinienhonig (irreführenderweise oft auch Akazienhonig genannt). Kein Wunder, denn zu dieser Zeit war die ganze Stadt voll süßem Duft von Millionen weisser Robinienblüten. Wie Kaugummi kann dieser fruchtige und aromatische Scheibenhonig mitsamt dem frischen, weissen Wachs genossen werden.

Von den Seegartenkindern ist diese bislang ungewohnte Form des Honigkonsums bereits mit großer Begeisterung aufgenommen worden.