Ablegerbildung beim Gesang der Nachtigall

Der April zeigte sich dieses Jahr von seiner recht unterkühlten und wechselhaften Seite. Für die Bienen war es eine schwierige Zeit, sie konnten nur wenig ausfliegen, um die Frühtrachten wie Rosskastanie, Löwenzahn oder Obstblüte zu nutzen. Zum Glück hatten wir bei der Durchlenzung zur Sicherheit reichlich Winterfutter in den beiden überwinterten Völkern belassen, so dass sich die Immen gut entwickelt haben. Besonders eins der beiden Völker war Ende April bereits so stark und zahlreich, dass wir uns entschlossen, den Tag der Arbeit zur Bildung von zwei Ablegern zu nutzen. Das genaue Vorgehen bei dieser Form der Vermehrung von Bienenvölker hatten wir bereits letztes Jahr genauer beschrieben.

Beim Gesang der erst wenige Tage zuvor ins Havelland zugezogenen, im Seegarten ansässigen, und dazu noch auf einem Ast der Ulme direkt über den Beuten sitzenden Nachtigall bildeten wir zwei Ableger aus jeweils einer gut mit Ammenbienen besetzten Brutwabe und statteten sie mit reichlich Honigfutter und Mittelwänden zum Weiterwachsen- und bauen aus. Zum Glück fand sich am selben Tag noch ein lauschiges Plätzchen ausserhalb der Reichweite unserer Flugbienen, wo sich die zwei Jungvölker in Ruhe eine neue Königin heranziehen können. Nach mehr als einen Monat können beide dann runderneuert und hoffentlich bockstark zurück in den Seegarten ziehen.

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Der Swale funktioniert!

Anfang April hatten wir mit fleissigen Helfern am Rand der Fussballwiese des Treffpunkts Freizeit einen Swale gebaut. Diese aus der Permakultur abgeleitete Konstruktion hat bei einem starken (Schnee-) Regenguss am Morgen des Ostersonntags bereits große Wirkung gezeigt. Der aus der Zisterne des Treffpunkts überlaufende Regenwasserstrahl wurde von den vorher schon vorhandenen Findlingen gebrochen und dann vom Entwässerungsgraben des Swale aufgefangen.

Das Wasser verteilt sich so auf eine große Fläche, kann versickern und wird dabei von den Wurzeln der auf dem Hügel des Swale gepflanzten Pflanzen aufgenommen. Bei kleineren Regengüssen genügt die Speicherfähigkeit des Grabens, um eine Überschwemmung des Fussballfeldes zu verhindern.

Der starke Regen am Ostermontag ließ den Graben allerdings leicht an der östlichen Seite überlaufen, allerdings deutlich weniger heftig und weitreichend, als es ohne den Swale der Fall gewesen wäre. Wir sind gespannt, wie sich der Swale bei den zu erwartenden Gewitterregen im Frühjahr und Sommer verhalten wird, und wie die auf dem Hügel gesetzten und eingesäten Nutzplanzen und Blumen in der warmen Jahreszeit gedeihen werden.

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Zu den Grundprinzipien der Permakultur haben die beiden ehemaligen Seegärtner Aline und Holger einige lesenswerte Beiträge auf ihrem Hofblog veröffentlicht, es lohnt sicher immer wieder mal dort vorbei zu lesen: