Garten winterfest gemacht

Die ersten Nachtfröste lassen erahnen, dass der Winter langsam aber deutlich näher kommt. Anlass für uns, bei einem großen Gartentreffen heute, die Beete winterfest zu machen und den Garten auf ein paar Monate Ruhe vorzubereiten.

So haben wir die letzten Schätze geerntet, gejätet, die Beete gut gemulcht und ein großes Stück Wiese neben den Bienenständen von Brombeeren befreit. So können auf der Fläche im nächsten Jahr wieder bienenfreundliche Wildblumen gesät werden, über die sich auch viele andere Insekten freuen.

Und ganz besonders haben wir uns über unser neues Seegarten-Schild gefreut, das Kerstin in vielen Stunden erarbeitet hat. Danke 🙂

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Nistplätzchen für Singvögel

Trotz stürmischen Wetters haben wir im Seegarten selbstgebaute Nistkästen für Singvögel aufgehängt.

In den Kästen für Höhlenbrüter wie Kohlmeisen oder Kleiber können sich diese schönen und nützlichen Vögel nun in den nächsten Wochen einrichten, um Nachwuchs großzuziehen, Schädlinge im Garten zu vertilgen und uns mit ihrem Gesang zu erfreuen…

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So fühlt sich Frühling an!

Wie gut die warmen Sonnenstrahlen heute getan haben! Nicht nur uns, sondern auch den Bienen. Seit einigen Tagen wagen sie sich aus ihren Beuten und stürzen sich auf die bunten Tupfer in der sonst noch kargen Landschaft. Mit dicken Pollenhöschen fliegen sie zurück zu ihrem Volk. Und verraten uns damit, dass es anscheinend schon Brut zu versorgen gibt. Tatsächlich, als wir heute die „Frühjahrsdurchsicht“ gemacht haben, konnten wir die Brutnester deutlich erkennen 🙂

Damit sich auch Wildbienen in unserem Gemeinschaftsgarten wohl fühlen, haben wir dann gleich noch ein paar Nisthilfen angebracht. Insektenhotels und Nisthilfen sieht man ja vielerorts, doch leider oft eher gut gemeint als gut gemacht. Wichtig ist nämlich zum Beispiel, dass beim Bohren der Hölzer keine Risse entstehen. Deshalb lieber ins Längsholz bohren (abgelagertes, kein frisches Holz!) anstatt von oben in dicke Baumscheiben:

Gute Tipps für wirksame Nisthilfen finden sich zum Beispiel hier:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13704.html

 

Die lila Kamuffel sind los!

Kurz bevor der Herbst so richtig angefangen hat, haben die lila Kamuffel (1.-3. Klässler*innen) der Evangelischen Grundschule Babelsberg uns noch einen Besuch im Garten abgestattet. Es wurden kleine Schätze im Garten gesammelt, Bienen beobachtet und viele Fragen rund um die fleißigen Tierchen geklärt. Nach einem stärkenden Picknick ging es dann wieder zurück zur Schule.

Rückblick auf die Wandel-Radtour und das Umweltfest 2017

Mit fast 40 Personen haben wir uns während der Wandelwoche aufgemacht, per pedale die Potsdamer Gemeinschaftsgärten zu erkunden. Auch ein kräftiger Regenschauer konnte uns nicht davon abhalten, die vielen bunten Orte zu bestaunen und zu erleben, wie in Potsdam der Stein des Wandels ins Rollen gekommen ist. Potsdam sollte nicht nur dafür bekannt sein, die teuersten Mieten im Osten zu haben und schick und prominent daherzukommen, sondern auch dafür, dass hier sehr viele Menschen aktiv sind, die zeigen, welche nachhaltigen Alternativen der Stadtentwicklung es gibt!

 

 

 

All das konnten wir kurz darauf beim Umweltfest an unserem Stand des Gartennetzwerks zeigen und mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. Nebenbei wurden zahlreiche Samenkunstwerke gestaltet, Taschen und T-Shirts bedruckt und fleißig Rätsel gelöst.

Mit dem Gartennetzwerk Potsdam auf dem Umweltfest 2017

Am 17. September findet wieder das große Potsdamer Umweltfest statt.

Von 11h – 17:30h präsentieren über 90 Akteur*innen, was Potsdam und die Region in Sachen Umwelt- und Klimaschutz zu bieten haben und machen das Umweltfest mit großer Ideenvielfalt zu einem lebendigen Aktions- und Informationstags für alle – insbesondere aber für Familien und Kinder.

Umweltfest im Volkspark Potsdam - 27. September 2015 Foto: Volkspark Potsdam

Auch das Gartennetzwerk Potsdam ist mit einem Stand dabei – kommt vorbei!

Alle Infos hier:

http://www.volkspark-potsdam.de/component/option,com_eventlist/Itemid,19/func,details/month,09/year,2017/catsid,1/did,2500/

 

Der Seegarten ist Teil der Wandelwoche

11 Tage und mehr als 30 Veranstaltungen in Berlin/Brandenburg – rund um Projekte und Ideen für ein Leben und Wirtschaften, die zeigen – ein gutes Leben für alle, überall, ist möglich! Offen für alle und gegen Spende. 

Gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen? Selbstbestimmte Bildung? Fair-Teilung von Ressourcen? Arbeiten in Selbstorganisation? Ein solidarischer Umgang mit Sorgetätigkeiten? Ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften? Die Tragweite der eigenen Handlungen erkennen? Smoothies mit dem Rad mixen? …die Wandelwoche hat nicht auf alle Fragen Antworten.

Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung und wir sind dabei! Während einer Radtour besuchen wir viele Gemeinschaftsgärten des Gartennetzwerks Potsdam und somit auch den Seegarten.

JETZT ANMELDEN:

http://bbb.wandelwoche.org/veranstaltung/gemuese-rallye-fahrradtour-zu-den-potsdamer-gemeinschaftsgaerten/

Sommer im Seegarten

Trotz wechselhafter Witterung hat der Sommer nun wirklich Einzug gehalten in den Seegarten. Viel wurden schon abgeerntet: Unmengen an Spinat, Salat, Beinwell, Zuckerschoten, Rabarber, rote und schwarze Johannis-, Joster- und Stachelbeeren und manches mehr. Gerade die Beerensträucher trugen dieses Jahr sehr reichlich, dank des fleissigen Mulchens, nun auch mit Bambusmatten, zerschnitten beim Training der am Treffpunkt aktiven Schwertkünstler, und der frühen Gabe von kompostiertem Pferdemist. Und viel bleibt noch zu ernten: die Tomaten reifen, Kürbisse und Zuccini wuchern heran, die Kräuter sprießen.

Wunderschön ist auch dieses Jahr wieder die Vielfalt bunter, wilder Stauden wie etwa Dost, die unseren Honigbienen und vielen anderen Insekten eine reiche Weide bieten.

Da die Zeit der ergiebigen Trachten wie Robinie oder Linde nun aber vorrüber ist, werden wir bald den ersten Honig des Jahres ernten. Bis dahin kommt es bei den jede Woche anstehenden Schwarmkontrollen immer wieder zu Überraschungen. Einem unser Völker ist seine, mit drei Jahren schon sehr alte, Königin abhanden gekommen. Die Arbeiterinnen haben reichlich zapfenförmige Königinnenzellen angelegt, um darin standesgemäßen Nachwuchs heranzuziehen. Bei der letzten Kontrolle standen die ersten Blaublütigen kurz vor dem Schlüpfen. Nun hoffen wir, dass sich eine starke Königin bei den zu erwartenden Kämpfen durchsetzt und das Volk gut durch den Winter bringt.

Drei Königinnenlarven fielen bei dieser Operation aus ihren Gemächern. Eine seltene Gelegenheit, sie einmal genauer zu betrachten.

Der Swale funktioniert!

Anfang April hatten wir mit fleissigen Helfern am Rand der Fussballwiese des Treffpunkts Freizeit einen Swale gebaut. Diese aus der Permakultur abgeleitete Konstruktion hat bei einem starken (Schnee-) Regenguss am Morgen des Ostersonntags bereits große Wirkung gezeigt. Der aus der Zisterne des Treffpunkts überlaufende Regenwasserstrahl wurde von den vorher schon vorhandenen Findlingen gebrochen und dann vom Entwässerungsgraben des Swale aufgefangen.

Das Wasser verteilt sich so auf eine große Fläche, kann versickern und wird dabei von den Wurzeln der auf dem Hügel des Swale gepflanzten Pflanzen aufgenommen. Bei kleineren Regengüssen genügt die Speicherfähigkeit des Grabens, um eine Überschwemmung des Fussballfeldes zu verhindern.

Der starke Regen am Ostermontag ließ den Graben allerdings leicht an der östlichen Seite überlaufen, allerdings deutlich weniger heftig und weitreichend, als es ohne den Swale der Fall gewesen wäre. Wir sind gespannt, wie sich der Swale bei den zu erwartenden Gewitterregen im Frühjahr und Sommer verhalten wird, und wie die auf dem Hügel gesetzten und eingesäten Nutzplanzen und Blumen in der warmen Jahreszeit gedeihen werden.

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Zu den Grundprinzipien der Permakultur haben die beiden ehemaligen Seegärtner Aline und Holger einige lesenswerte Beiträge auf ihrem Hofblog veröffentlicht, es lohnt sicher immer wieder mal dort vorbei zu lesen:

Bienen-Nachmittage im April

Am 4. und 19. April war es ganz schön wuselig bei uns im Seegarten. Nicht nur, weil die Bienen nun fleißig fliegen. Sondern vor allem, da kleine und große Bienenfreund*innen uns bei unseren Bienen-Nachmittagen besucht haben.

Gemeinsam haben wir den Garten und die Bienen kennengelernt und viel entdeckt. Wir haben zum Beispiel heraus gefunden, wer alles im Bienenvolk lebt, wer welchen Job hat und wie lange so ein Bienen-Leben eigentlich dauert (außer im Winter nur ca. 30-35 Tage!).

Und wusstet ihr, dass eine Biene für ein 500g Glas Honig zweimal die Erde umrunden muss (Flugkilometer insgesamt für das Sammeln des Nektars)? Gut, dass sich das in einem Volk bis zu 50.000 Bienen teilen! Und dass es ohne Bienen keinen Kaffee geben würde, hat auch die Eltern ganz schön erstaunt.

Am Ende gab es jeweils eine richtige Schlacht um das süße Gold, bei der niemand zu kurz kommen wollte 😉

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